Regenjacken Test 2020: Diese Jacken halten dich trocken

Eine gute Regenjacke lässt sich sich im Alltag immer verwenden, egal ob beim Wandern, Fahrrad fahren oder einfach auf dem Weg zur Arbeit. In diesem Regenjacken Test zeigen wir dir sehr gute Modelle und beantworten alle Fragen, die häufig gestellt werden.

Inhaltsverzeichnis

Regenjacken Test: Die besten Regenjacken im Vergleich

Es gibt unzählige Anbieter für Regenjacken. In diesem Regenjacken Test findest du einige ausgewählte Top-Modelle für unterschiedliche Anwendungsgebiete, mit denen du gegen jeden Regen gewappnet bist.

Diese Tabelle lässt sich zur Seite verschieben:

Starker Allrounderpreiswerter Allrounderleichter AllrounderPreis-Leistungs-SiegerGewichtssieger

ModellMarmot AlpinistJack Wolfskin Eagle Peak ​Haglöfs L.I.M Jacket​Marmot PreCipOutdoor Research Helium II
MaterialGTX Pro Most Rugged 3 Lagen Texapore O2+ 2-LagenGTX Paclite Plus 2,5-LagenNanopro 2,5-LagenPertex Shield 2,5-Lagen
Gewicht520 G505/430 Gca. 200 G315 G180/155 G
Packmaß1,8 L2,/1,8 L0,6 L1,2 L0,5/0,4 L
Wassersäule20.000mm20.000mm28.000mm10.000mm20.000mm
Preisab 400 €ab 130 €ab 170 €ab 70 €ab 110 €

Regenjacken Test: Die besten Regenjacken im Detail

Marmot Alpinist

Marmot hat die erster Version der Alpinist bereits 1986 auf den Markt gebracht und seitdem weiter optimiert und regelmäßig neue Standards im Bereich der hochfunktionellen Alpinjacken gesetzt. Die aktuelle Version überzeugt durch sehr robustes Gore Pro. Der Wetterschutz ist sehr gut und die Jacke ist ebenfalls sehr gut imprägniert. Gewicht und Packmaß sind in einem guten Verhältnis für eine Allrounder Jacke. Lediglich beim Tragekomfort und beim Klimakomfort weist diese Jacke leichte Schwächen auf. Ansonsten ist diese Jacke ideal, um in sehr rauer Umgebung gut vor den Elementen geschützt zu sein.

Jack Wolfskin Eagle Peak

Mit der neuen Eagle Peak hat Jack Wolfskin eine perfekte Jacke auf den Markt gebracht. Die Jacke sitzt sehr gut, verfügt über ein angenehmes Innenmaterial und besteht aus einer luftigen und sehr atmungsfähigen Texapore Membran. Leider gibt es keine Belüftungsmöglichkeit unter den Armen, dies wird bei dieser Jacke jedoch auch nur bei sehr starker Anstrengung wichtig. Die Jacke überzeugt mit gutem Wetterschutz und gleichzeitizg geht das Gewicht mit 500g völlig in Ordnung. Die Eagle Peak ist ein super Allrounder und auch bei Wanderungen mit Rucksack und Hüftgurt, lassen sich die Taschen noch gut erreichen.

Haglöfs L.I.M Jacket

Die L.I.M. Jacke von Haglöfs wurde frisch überarbeitet und besteht nun aus Gore-Tex Paclite Plus. Dieses Material fühlt sich auf der Haut deutlich angenehmer an als die üblichen Paclite Jacken. Die Jacke überzeugt durch eine hohe Atmungsaktivität und hat einen sehr guten Klimakomfort, auch ohne extra Belüftung. Die Jacke wiegt sehr wenig, nur circa 200g, und nimmt auch im Rucksack kaum Platz weg, kann aber trotzdem ohne Weiteres Wind und Wetter standhalten. Die L.I.M. Jacke überzeugt außerdem mit viel Bewegungsfreiheit, jedoch fehlt es der Jacke etwas an Robustheit. Diese Jacke ist ideal für Wanderungen an guten Tagen oder im Alltag wo sie nur bei Bedarf aus dem Rucksack geholt wird aber ansonsten im Gepäck kaum ins Gewicht fällt.

Outdoor Research Helium II

Das Modell Helium II von Outdoor Research ist die leichteste Jacke im Test. Sie wiegt nur 180 g und mit einem Packmaß von nur 0,5 Litern findet sie in jedem Rucksack Platz. Wegen dieser Vorteile muss man jedoch Einbußen bei der Robustheit hinnehmen. Die Jacke kann selbst Starkregen standhalten und das Material ist sehr atmungsaktiv, jedoch verfügt dieses Modell über keine Belüftungsöffnungen. Wenn du eine leichte Jacke suchst, die trotz geringem Gewicht top ausgestattet ist, dann ist diese Jacke deine Wahl. Outdoor Research steht für innvoative Produkte mit hoher Langlebigkeit und bietet daher eine lebenslange Garantie auf alle Produkte.

 

Marmot PreCip Eco Jacke

Die Marmot Precip ist schon seit mehreren Jahren bekannt als einer der besten Preis-Leistungs-Tipps, denn diese Jacke wiegt nur circa 300g und überzeugt durch sehr atmungsaktives Material. Die Jacke ist die günstigste im Vergleich und kann trotzdem mit starkem Wetterschutz punkten. Diese Jacke ist perfekt für jeden der nicht so viel ausgeben möchte und trotzdem im Alltag oder bei anderen Aktivitäten solide vor Regen geschützt sein möchte. Wenn die Jacke etwas besser sitzen soll, ist die etwas teurere Marmot Precip Stretch mit etwas weniger Gewicht und hochwertigerem Innenmaterial die bessere Wahl.

Was ist eine Regenjacke?

Eine Regenjacke ist eine Jacke aus speziellem Material und wird üblicherweise als weitere Schicht über der normalen Kleidung getragen, um vor Regen zu schützen. Im Vergleich zu anderen Jacken sind diese wasserdicht. Regenjacken sind ideal, um vor Wind und Regen geschützt zu sein.

Softshell oder Hardshell?

Bei Regenjacken lässt sich zwischen Soft- und Hardshell unterscheiden. Softshell Jacken sind in erster Linie wasserabweisend und nicht wasserfest, jedoch überzeugen diese durch eine sehr hohe Atmungsfähigkeit. Hardshell Jacken sind wasserfest und atmungsaktiv. Beim Kauf einer richtigen Regenjacke solltest du also definitiv eine Hardshell Jacke bevorzugen. Unser Test bezieht sich daher in erster Linie auf Hardshell Jacken. In unserem Beitrag Softshell vs Hardshell wird auf das Thema noch etwas genauer eingangen.

Worauf achten bei Regenjacken?

Um die richtige Regenjacke zu finden, sollte die Jacke in erster Linie wasserdicht (nicht wasserabweisend) und winddicht sein. Darüber hinaus spielen aber auch Wassersäule, Atmungsaktivität, Reißverschlüsse, Gewicht und Schnitt eine wichtige Rolle. Im Folgenden gehe ich auf die einzelnen Kriterien ein:

Schichten

3-Lagen-Regenjacke

Oberstoff, Membran und Futter sind zu einer Schicht zusammen laminiert und dementsprechend sehr robust. Die Membran wird hier sowohl von Außen als auch von Innen vor Reibung geschützt. 3-lagige Regenjacken sind sehr robust und überzeugen mit geringem Gewicht. Diese Jacken eigenen sich für anspruchsvolle Einsätze auch mit schwerem Gepäck bei schlechtem Wetter.

2,5-Lagen-Regenjacke

Der Vorteil von 2,5-Lagen liegt darin, dass die Membran durch eine weitere Schicht geschützt wird. Hierbei wird jedoch keine ganze Schicht auflaminiert, sondern lediglich eine Schutzschicht, wie z. B. eine Karbonschicht oder ein punktueller Schutz mit wabenförmigem Raster um die Membran. Regenjacken mit 2,5 Lagen sind leichter und atmungsaktiver als eine 3-Lagen-Jacke, jedoch auch weniger stabil und nur mittelmäßig belastbar.

2-Lagen-Regenjacke

Das Außenmaterial bei 2-Lagen-Jacken bildet mit der Membran bzw. Beschichtung eine Schicht. Das Innenmaterial ist meist ein Netz innerhalb der Jacke. So wird die Membran von 2 Seiten umschlossen und geschützt. 2-lagige Jacken sind nicht stark belastbar und empfehlen sich eher für den Alltagsgebrauch oder Wanderungen mit leichtem Gepäck.

Wassersäule

Die Wasserdichtigkeit von Kleidung wird in der Einheit Wassersäule angegeben. Hierbei gilt, dass die Wassersäule mindestens bei 3.000 mm liegen sollte, dann bist du auf der sicheren Seite und hast eine garantiert wasserdichte Jacke. Bist du länger im Regen unterwegs sollte die Wassersäule deiner Jacke eher zwischen 5.000 und 10.000 liegen. Bei einer höheren Belastung durch einen Rucksack sollte dieser Wert sogar noch höher sein. Weitere Informationen zum Thema findest du in unserem Artikel zur Wassersäule.

Atmungsaktivität

Bei Regenjacken spielt die Atmungsaktivität eine wichtige Rolle, denn der Schutz vor Wasser von Außen bringt nichts, wenn der Schweiß von innen nicht entweichen kann. Um auch innerhalb deiner Jacke trocken zu bleiben solltest du unter der Jacke Funktionskleidung tragen, die sich nicht wie Baumwolle mit Wasser vollsaugt. Darüber hinaus verfügen diverse Jacken über einen Reißverschluss unter den Armen. Wenn du üblicherweise mehr schwitzt, solltest in jedem Fall zu einem Modell mit Unterarmbelüftung tendieren.

Wasserdichte Reißverschlüsse

Es gibt zwei Wege, um Reißverschlüsse wasserdicht zu machen. Bei der ersten Variante wird eine Abdeckleiste mit Knöpfen über die Reißverschlüsse gelegt. Bei der zweiten Variante ist der Rand vom Reißverschluss speziell bearbeitet, um kein Wasser durchzulassen. Beide Varianten sind super, wobei die Abdeckleiste meist etwas langlebiger ist.

Bewegungsfreiheit

Je nachdem was du vorhast kann die Bewegungsfreiheit eine wichtige Rolle spielen. Das spielt beim normalen Wandern zwar keine so große Rolle, wenn du aber mit der Jacke Fahrrad fährst oder sogar Klettern oder zu Bouldern möchtest, sollte Bewegungsfreiheit eine wichtige Rolle spielen.

Verstärkte Schultern und Ellenbogen

Extra Verstärkungen können die Lebensdauer einer Jacke immens erhöhen, wenn es zu extremer Reibung oder Belastung z.B. durch einen schweren Rucksack kommt. Wenn du also Trekkingtouren mit Zelt und viel Gepäck planst, sind Jacken mit Verstärkungen sehr empfehlenswert.

Gewicht und Packmaß

Zwar gehört zu einer weiteren Tour mit Rucksack meist eine Regenjacke dazu, dass heißt aber nicht das man diese durchgehend tragen muss. Daher ist es von Vorteil, wenn die Jacke wenig wiegt und kaum Platz im Rucksack benötigt.

Wie viel kostet ein Regenjacke?

Je höher dein Anspruch und die Anforderung an deine Jacke ist, desto mehr solltest du dafür ausgeben.

  • Einfache Regenjacke für Freizeit und Alltag bekommst du ab 50€
  • Mittelklasse Regenjacke für kleine Wanderungen gibt es ab 80€
  • Richtig Wasserdichte Jacken zum aktiv sein gibt es ab 120€
  • langlegbige Outdoorjacken für ausgeprägte Bergtouren & Dauerregen gibt es ab 150€

Brauche ich auch eine Regenhose?

Die Fragen liegt immer daran was du mit deiner Jacke vor hast, wenn du sehr starken Regen erwartest, solltest du in jedem Fall auch eine Regenhose dabeihaben, vor allem wenn du mehrere Tage unterwegs bist. Eine Regenhose lohnt sich ebenfalls, wenn du z.B. einen längeren Weg zur Arbeit hast und mit dem Fahrrad fährst. Bei kurzen Trips hingegen lohnt es sich meist nicht die Regenhose extra mitzuschleppen, da das extra Gewicht eher störend ist. Falls du nach einer Regenhose suchst, findest du gute Modelle sowohl fürs Wandern als auch fürs Fahrrad fahren in unserem Regenhosen Test.

Gute Hersteller von Regenjacken

Um einen ungefähren Richtwert für gute Regenjacken zu bekommen, kann die Marke schon ausschlaggebend sein, die folgenden Hersteller sind für gute & sehr gute Outdoor-Produkte bekannt:

  • Adidas
  • Berghaus
  • CMP
  • Haglöfs
  • Helly Hansen
  • Jack Wolfskin
  • Mammut
  • Marmot
  • McKINLEY
  • Mountain Hardwear
  • Nike
  • Outdoor Research
  • Patagonia
  • Regatta
  • Schöffel
  • The North Face
  • Vaude

Fazit: Regenjacken Test

In unserem Regenjacken Test haben wir uns auf sehr gute Modelle fokussiert. Doch auch bei den gewählten Modellen, kommt es wie immer auf deine individuellen Bedürfnisse und Ansprüche an. Trägst du die Regenjacke nur im Alltag und hast geringe Ansprüche solltest du über die Marmot Precip oder die Marmot Precip Stretch nachdenken. Bist du auf der Suche nach einem Allrounder der alles mitmacht und wo 200 Gramm mehr Gewicht nichts ausmachen, solltest du in jedem Fall zur Jack Wolfskin Eage Peak greifen. Möchtest du die Jacke dabei haben um bei Wanderungen gut geschützt zu sein, aber in erster Linie soll die Jacke eigentlich im Rucksack sein? Dann fällt die Wahl entweder auf die Haglöfs L.I.M. wenn du etwas besseren Schutz mit ein paar mehr Gramm Gewicht suchst, bei etwas geringerem Schutz aber auch weniger Gewicht fällt die Wahl auf die Helium II von Outdoor Research.

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Erstellt von:

Die Outdoor-Brüder

Wander & Camping Blogger

Wir sind Patrick & Felix, zwei Outdoor-Begeisterte, die gerne mit dem Rucksack mehrere Tage unterwegs sind. Wir vergleichen Camping-Ausrüstung und geben Tipps rund um das Thema Outdoor-Erlebnisse!

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